Über Kay Bojesen

ÜBER UNS

Kay Bojesen ist ein dänisches Designunternehmen, inhabergeführt von Kay Bojesens jüngster Enkelin Sus Bojesen Rosenqvist. Unser Ziel ist es, ein modernes dänisches Designhaus zu schaffen, welches seinen Ursprung in einem nationalen Kleinod hat. Bei Kay Bojesen bieten wir intelligentes Design, wo Form und Funktion das Funktionelle mit dem Poetischen vereint.

Wir wollen die Designphilosophie von Kay Bojesen nachleben, die heisst, „Gutes Design ist etwas, worauf alle ein Recht haben“. Deshalb untersuchen wir regelmässig Kays Archiv für Silberdesign auf Inspiration für Interieur und Tischdekorationen, die seit Kays Lebzeiten noch nicht realisiert worden sind.

Es ist für uns ein Privilegium und eine grosse Ehre, Kays Designerbe weiterzuführen. Es ist wichtig für uns, den Designgrundsätzen und Werten von Kay treu zu bleiben und konstant neue Materialien, Formen und den Gebrauch von Designobjekten zu interpretieren.

KAY BOJESEN (1886-1958)

Kay Bojesen betrachtete sich selbst als Handwerker, nicht als Designer. Seine Arbeiten wurden nicht entworfen. Sie wurden geformt, sollten wirken und funktionieren. Man musste sie in der Hand halten und auf Dauer gerne ansehen können. Er wusste: Gebrauchsgegenstände werden aus dem Bedarf geboren, nicht aus ästhetischen Überlegungen. Kay Bojesen wurde 1886 geboren und wuchs in einem kreativen Haus auf mit viel Platz für Ideen. Kays Vater war Verleger Ernst Bojesen, Mitbegründer von Det Nordiske Forlag, der später zum Gyldendal  Verlag wurde.

Als sich die Chance bietet, wechselt der junge Kaufmannslehrling Kay das Fach und nimmt 1907 eine Lehrstelle in der gerade gegründeten Silberschmiede von Georg Jensen an. Jugendstil und von Hand gehämmerte Oberflächen sind typische Zeichen der Zeit, aber Kay Bojesens Auge für Form und Funktion ist auch offen für neue Strömungen. Kay Bojesen galt als Vertreter des Funktionalismus und er war begeistert von der glatten und reinen Oberfläche des Silbers, wo das Material und die Lichtreflexionen an sich für ihn Schmuck genug waren.

1938 schuf Kay Bojesen die ultimative Besteckserie in Silber. Besteck ist Werkzeug und sollte nicht die Aufmerksamkeit stehlen. Alle Teile des Bestecks sind der Hand und dem Mund angepasst um harmonische weiche Formen zu erzielen. 1951 erhielt Kay für sein Silberbesteck den ersten Preis auf der Weltausstellung in Mailand und daraufhin erhielt das Besteck den Namen Grand Prix.

1952 erhält Kay Bojesen die Auszeichnung ‚Königlicher Hoflieferant‘ für seine Verdienste als langjähriger Lieferant des dänischen Königshauses. Doch nicht nur gekrönte Häupter speisen mit Grand Prix. Auch die dänischen Botschaften in aller Welt verwöhnen dinierende Gäste mit durchdachtem Design.

Kay Bojesen war einfallsreich und meisterte neben Silber, Stahl und Holz auch Materialien wie Bambus, Melamin, Porzellan und Zinn. In den späteren Jahren unterhielt er ein Geschäft an der Bredgade 47, im weißen Kittel, gern mit Gattin Erna an der Kasse. Das Geschäft war ein Gemischtwarenladen aus blank geputztem Tafelsilber, Affen, Schaukelpferdchen und Gardisten, Kinderwagen aus spanischem Rohr und Finn Juhls Teak-Schalen, gedreht in Magnus Monsens Holzschnitzerei auf der anderen Straßenseite.

Der Affe, Kays bekanntes Designobjekt, erblickt 1951 das Licht der Welt. Man hatte Kay Bojesen gefragt, ob er Kleiderhaken für eine Kindermöbelausstellung machen könne. Die langen Affenarme bringen die Haken in Reichweite, die kurzen Beine bieten Platz für Mütze und Schal. „Man darf sich ruhig was trauen“, erläuterte Kay Bojesen den Entstehungsprozess, „ein bisschen Zirkus sollte schon drin sein.“ Für weitere Informationen über Kay Bojesens Holztiere verweisen wir auf kaybojesen-denmark.dk.

Kay Bojesen hat sein Kunsthandwerk ständig hinterfragt. Er hat Normen gebrochen und war Pionier für das, was wir heutzutage als dänisches Design bezeichnen. Kay interpretierte Formen, Materialien und Gebrauchsgegenstände neu und hat damit im Laufe seiner Karriere über 2000 Produkte in Produktion gebracht. Obwohl Kay Bojesen vor vielen Jahren gestorben ist, wird sein Design immer noch sehr geliebt und hat ikonischen Symbolwert.

Sus Bojesen Rosenqvist, das jüngste Enkelkind von Kay, hat von Anfang an ein natürliches Interesse am Handwerk und Design ihres Grossvaters gehabt. Als junges Mädchen half sie ihm bereits im Laden in der Bredgade in Kopenhagen und hat später ihrem Vater, Otto Bojesen, bei den Qualitätskontrollen der Holz- und Stahlprodukte zur Seite gestanden. Nachdem im Jahre 2009 das Grand Prix Besteck vom Markt genommen wurde, beschloss Sus Bojesen Rosenqvist nach vielen Jahren als Fotografin zu Kays Universum zurückzukehren. 2011 gründete sie das Unternehmen Kay Bojesen und legte das ikonische Grand Prix Besteck in mattem und poliertem Edelstahl und die Silberprodukte ihres Grossvaters neu auf.